Theater
Premiere: 19. August 10
Auf der Suche nach der Geschichte ihrer Familien ist die Fräulein Wunder AG quer durch Europa gereist. Sie hat mit verloren geglaubten Verwandten, Namensforschern und Historikern gesprochen, Archive und Dachböden durchstöbert, Briefe, Fotos und Erinnerungsstücke gesammelt. Das Ziel: die Migrationsbewegung der eigenen Familie nachvollziehen und verstehen: wer ging wann von wo wohin? Und vor allem: warum?
Gemeinsam mit dem Publikum rekapitulieren die Performer in einem unterhaltsamen und zugleich politischen Theaterabend die gesammelten Geschichten und Erlebnisse – und erzählen von Aufbrüchen und Neuanfängen, heimlichen Affären und frühen Patchwork-Familien, Glücksfällen, Überlebenskämpfen und den Träumen von einem besseren Leben.
Die Fräulein Wunder AG zeigt, dass unsere kulturelle Identität seit jeher von Ein- und Auswanderung geprägt ist – und fragt: In wie weit ist meine eigene Familiengeschichte Spiegel gesamteuropäischer oder sogar weltweiter Migrationsgeschichte? Und: woher bloß habe ich diese Nase?!
Um festliche Wohlfühl-Garderobe wird gebeten.
Das Künstlerkollektiv Fräulein Wunder AG steht für zeitgenössisches Theater zwischen Performance, Installation, Schauspiel und Video und ist „der klassische Ausbrecher aus einem Universum, das Hoch- und Popkultur, Kulturvermittlung und Unterhaltung, trennt.“ (Der Freitag). In Zusammenarbeit mit der Bundeszentrale für politische Bildung finden im Anschluss an einige Aufführungen Publikumsgespräche mit ExtpertInnen aus Migrations- und Minderheitenforschung statt.
Eine KOPRODUKTION mit Landungsbrücken Frankfurt, LOT Braunschweig und der Stiftung Leben und Umwelt - Heinrich Böll Stiftung Niedersachsen. GEFÖRDERT VON Land Niedersachsen, Stiftung Niedersachsen, Bundeszentrale für Politische Bildung, TAZ - die tageszeitung. und Ancestry.de
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