Premiere: 16. April 26
PREMIERE am 16.04.2026, 20:00 Uhr (AUSVERKAUFT)
Aufführungen am
17.04.2026, 20:00 Uhr
18.04.2026, 20:00 Uhr
19.04.2026, 20:00 Uhr
04.06.2026, 20:00 Uhr
05.06.2026, 20:00 Uhr
06.06.2026, 20:00 Uhr
07.06.2026, 20:00 Uhr

Thomas Melle: Bilder von uns
Was hat meine Jugend mit mir gemacht?
Was habt ihr gemacht?
Wusstet ihr davon? Nein. Oder? Oder doch?
Kann ich mir so sicher sein?
Ein Psychokrimi über sexuellen Missbrauch und die Auswirkungen traumatisierender Erlebnisse auf das Erwachsenenleben.
Eine Produktion der Ankunftshalle T e.V. in Kooperation mit den Landungsbrücken Frankfurt.
Das Ensemble:
Jesko: Tillmann Deselaers
Malte: Jannek Suhr
Johannes: Martin Schneider
Konstantin: Matthias Kraut
Lehrerin (Katja): Jana Hingst
Bettina: Nuria Garcia Alba
Sandra: Miriam Dold
Stimmen und Körper: Charlotte Michele, Gena Weinlich, Karla Alpers
Prolog: Alexander Hellmann, Antonia Bien
Licht & Technik: Alexander Taets von Amerongen
Musik: Cornelius Boeder
Dramaturgie: Antonia Bien, Ferdinand Hecht, Julian Urban, Miriam Dold, Simon Höra
Regieassistenz: Antonia Bien
Inszenierung & Regie: Ferdinand Hecht & Simon Höra
Das Stück:
„Ein anonymer Absender schickt Jesko Drescher ein Foto aufs Mobiltelefon. Darauf: Jesko als 12-jähriger Junge, nackt. Unvermittelt drängen weitere Bilder aus Jeskos Erinnerung an die
Oberfläche, und nicht nur er wird in die Vergangenheit zurückkatapultiert: Auch seine ehemaligen Mitschüler – wie er heute fast alle Männer um die 40 in prestigeträchtigen Berufen – müssen sich damit auseinandersetzen, vor vielen Jahren an ihrem katholischen Elite-Gymnasium möglicherweise Opfer systematischen Missbrauchs geworden zu sein. Was damals «normal» schien, bekommt nun eine ungeahnte Dimension und hinterfragt bestimmte Entscheidungen in der eigenen Biographie, die vielleicht weniger selbstbestimmt war als gedacht.
Aufführungsrechte: Rowohlt Theater Verlag, Hamburg
Die Inszenierung:
Die Ästhetik des Bühnenbilds und der Kostüme sind fokussiert auf eine realistische Darstellung mit abstrakten Elementen. Lange Stoffbahnen werden als freie Bühnenelemente genutzt und fungieren u.a. als Bremsweg eines Autos oder angedeutete Kleidungsstücke. Die andauernde und unausweichliche Anwesenheit des Stoffes symbolisiert dabei die Omnipräsenz des Traumas, das bei allen Figuren Raum einnimmt und Interaktion einfordert. Dadurch wird der Umgang der Charaktere mit dem Trauma greifbar: So ist zum Beispiel
Johannes stets bemüht Klarheit und Ordnung in die Stoffbahnen zu bringen, während Konstantin immer wieder darin zu ersticken droht.
Begleitet werden die Figuren von "Stimmen und Körpern", die als eine Art chorisches Element durch die Handlung führen, eine journalistische Arbeit über die Vorkommnisse anfertigen, sowie immer wieder gezielt personifizierte Stellungen einnehmen und äußern.
Die Kostüme spiegeln das gutbürgerliche Umfeld der ehemaligen Internatsschüler wider und entsprechen den mittlerweile ausgeübten Akademiker-Berufen. Ausgenommen hiervon sind Konstantin und seine Lebensgefährtin Sandra, die ein Leben zwischen Drogenrausch und
Verwahrlosung führen.
Thomas Melle ist als Autor zahlreicher Romane und Theaterstücke bekannt und mehrfach ausgezeichnet. Mit "3000 Euro" (2014) sowie "Die Welt im Rücken" (2016) schaffte er es bereits zwei Mal auf die Shortlist für den Deutschen Buchpreis. Mit seinen Theaterstücken "Bilder von uns" (2016), "Versetzung" (2018) und "Ode" (2020) wurde er jeweils für den Mülheimer Dramatikerpreis nominiert; letzteres war 2021 auch am Schauspiel Frankfurt zu
sehen.
"Bilder von uns" ist eines der meistgespielten Werke von Thomas Melle und wurde 2016 in seiner Heimatstadt Bonn uraufgeführt. Dadurch nimmt das Stück auch klar Bezug zu den realen Missbrauchsfällen am dortigen Aloisiuskolleg.
Die Ankunftshalle T bringt seit 10 Jahren zeitgenössische deutsche Dramatik auf verschiedene Frankfurter Theaterbühnen. Seit 2023 geschieht dies in Kooperation mit den Landungsbrücken Frankfurt. "Bilder von uns" ist die 11. Produktion der Ankunftshalle T. Durch die 2021 erfolgte Gründung des Vereins Ankunftshalle T e.V. mit etwa 30 Mitgliedern ist das Ensemble in der Lage, jährlich zwei Produktionen zu erarbeiten; zuletzt "Doping“ von Nora Abdel Maksoud, welches in den Landungsbrücken, im Kellertheater sowie im Galli Theater zu sehen war.
Der Verein Ankuntishalle T e.V. wird gefördert durch das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst sowie das Amt für multikulturelle Angelegenheiten der Stadt Frankfurt am Main. Die Produktion "Bilder von uns" wird gefördert durch das Kulturamt der Stadt Frankfurt am Main.
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