Performance
Premiere: 25. September 26
FRANKFURT-PREMIERE am 25.09.2026, 20:00 Uhr
Aufführungen am
26.09.2026, 20:00 Uhr
27.09.2026, 20:00 Uhr
F. Wiesel und nebel nebel begeben sich gemeinsam auf Mondmission: Mit Objekttheater, Robotik und Schauspiel verbinden die beiden Gruppen ihr gemeinsames Interesse für Details, Science Fiction und innovatives Storytelling, um das Theater als Raum des gesellschaftlichen Aushandelns von Strukturen zu nutzen. Irgendwo zwischen Messestand und Videospiel macht HOPE den Mond zur Bühne und lädt ein zur gemeinsamen Begehung.
Großstädter retten sich in Schrebergärten, andere annektieren ganze Länder und rund 60 Jahre nach der ersten Mondlandung ist das All noch immer Projektionsfläche für Machtfantasien. Was einst Segelschiffe über Ozeane trugen, fliegt heute in Raketen durch die endlose Weiten: die alte Idee, dass sich alles erobern, vermessen, verwerten lässt.
Aber wie entkommt man einem territorialen Besitzdenken, das bis zu den Sternen reicht?
«Der Erste, der ein Stück Land mit einem Zaun umgab und auf den Gedanken kam zu sagen „Dies gehört mir“ und der Leute fand, die einfältig genug waren, ihm zu glauben, war der eigentliche Begründer der bürgerlichen Gesellschaft. Wie viele Verbrechen, Kriege, Morde, wie viel Elend und Schrecken wäre dem Menschengeschlecht erspart geblieben, wenn jemand die Pfähle ausgerissen und seinen Mitmenschen zugerufen hätte: „Hütet euch, dem Betrüger Glauben zu schenken; ihr seid verloren, wenn ihr vergesst, dass zwar die Früchte allen, aber die Erde niemandem gehört.»
(Jean‐Jacques Rousseau: Diskurs über die Ungleichheit)
«Maybe you can’t own it here… but you can own it up there.»
(lunarembassy.com)
Konzeption, Regie: nebel nebel (Hannah von Eiff, Lisa Chiara Kohler, Balthasar Wörner) & F. Wiesel (Hanke Wilsmann, Jost von Harleßem)
Text: nebel nebel, F. Wiesel, Tassilo Pyko, Hardy Emilian Jürgens und andere
mit: Hardy Emilian Jürgens, Emma Stratmann, Martyn Owen
Bühne & Kostüm: Hannah von Eiff, Lisa Chiara Kohler
Technische Gestaltung, Video: Jost von Harleßem
Komposition, Sound Design: Balthasar Wörner
Robotik: Alexander Buers
Hospitanz: Matilda Lang
Outside Eye: Hanke Wilsmann
Produktion: Heidrun Schlegel, nebel nebel
Visuelle Kommunikation, Fotos: Alexander Brüggeboes
Fotos: Alexander Brüggeboes
«Das Stück „HOPE“ von dem Kollektiv nebel nebel und dem Duo F. Wiesel verbindet Objekttheater, Robotik und Schauspiel miteinander. Es zeigt eine Mission, die an Absurdität nicht zu übertreffen ist – und dennoch realer denn je scheint. […] Die Bühne besteht aus zwei Kratern, den altertümlichen Fernsehapparaten und einer zweiten Ebene im Hintergrund. Sie zeigt die Miniatur-Anfertigung einer Mondlandschaft. Eine Kamera, die hin- und hergleitet, projiziert die sich ständig verändernde Landschaft größer auf die Leinwand. […] Realität und Fiktion verschwimmen. Das Szenario, das [Hardy Jürgens] die vergangene Stunde geschickt humorvoll bespielt hat, ist gar nicht einmal so absurd wie es wirkt. Die wohlhabendsten Menschen der Welt diskutieren immer wieder darüber, auf einem anderen Himmelskörper Land zu kaufen. […] Dem Besitzanspruch der Menschheit sind scheinbar keine Grenzen gesetzt. Die eben noch heitere Stimmung im Raum wirkt bedrückt. […] Der KI-Avatar von „Hope Inc.“ erscheint noch ein letztes Mal auf der Leinwand, dieses Mal vor einem roten Hintergrund. „Seien Sie die ersten, kaufen Sie heute“, sagt sie noch einmal. Anschließend: „Willkommen auf dem Mars“. Wird die Menschheit nie lernen?»
Rike Ohlerich / Fidena.de / 5. August 2026
Eine Produktion von F. Wiesel und nebel nebel. Gefördert im Rahmen der Debütförderung der Stadt München, der Mehrjahresförderung des Kulturamtes der Stadt Frankfurt sowie der Kulturförderung des Bezirks Oberbayern. Mit freundlicher Unterstützung von treibgut Materialinitiative, treibstoff Kostümfundus und Munich Maker Lab e.V..
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