Theater
Premiere: 22. Oktober 11
'ich hatte den vermessenen traum gehegt, all das zu summieren, was bisher über die jammernden und melancholischen menschen geschrieben worden ist, und diesem schreiben in ivanov ein ende zu setzen.'
Anton Čechov
die strategie zum tod…
drei männer begeben sich auf die suche. nach ihrem eigenen begräbnis. nach dem selbstvollzogenen mord des ivanovs in ihnen. walter faber (homo faber/ max frisch), harry haller (der steppenwolf/ hermann hesse), und hank moody (californication/ nach liebesleben einer hyäne / charles bukowski). drei schwerenöter. drei komiker. drei frauenhelden. auf ihre ihnen eigene art.
es gilt Befreiung zu finden. Befreiung von Selbsthass, von der schuld, die in jeder ecke lauert, die schultern zu entlasten, ivanov zu zertreten, über den eigenen überheblichen, in bitternis verkrampften schatten zu springen…
wir heben tschechows fokussierung auf und geben ivanov die kraft und erfahrung der drei männer. drei männer, die sich auf der suche nach ivanov begeben. drei experten, die versuchen, ivanov zu erklären. drei melancholiker, die ivanov ein ende setzen. und das alles uns so wahnsinnig nah stehend. so nah dran an unserem konsum, an unserem verständins vom glücklichen oder eben auch unglücklichen leben, nicht in russland, sondern in ihrer eigenen welt, mit den eigenen gartenveranstalltungen, mit ihren oder unseren gesellschaftlichen normen, unserem idiotischen bildungsbürgerlichen geschwätz. und mit der ständigen jämmerlichen angst vor dem ende. wenn der ivanov geht, was kann von diesen drei männern dann noch bleiben?
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