Kinder- & Jugendtheater

EINE NACHT IM FEBRUAR

theater et zetera
Staffan Göthe

Premiere: 21. November 20

PREMIERE am 21.11.2020, 16:00 Uhr
AUFFÜHRUNG am 22.11.2020, 14:00 Uhr

Eine Nacht im Februar Vorder.jpg

„Hört ihr? Der Wind." Es ist eine Nacht im Februar. Eine stille und dunkle Nacht. Da liegt der Junge und schläft. Das hier sind seine Sachen. Die Anziehsachen, die er gestern anhatte und die er morgen anhaben wird. Am besten sag ich‘s gleich: Es war ein ganz schrecklicher Tag. Sie waren mit der Schule zu einem Skiausflug und alles ging schief. Der Junge hatte Vaters Thermosflasche mitbekommen für seinen Kakao, und der Vater hatte ihm gesagt, er darf sie nur ja nicht kaputtmachen. Aber Eddie, das ist der Allerschlimmste in der Klasse, hat ihn gezwungen, den Todeshang runter zu fahren, obwohl er sich nicht getraut hat. Und da ist er gestürzt und hat die Thermosflasche zerschlagen. Und alle haben gelacht. Und der Junge hatte eine Wut auf den Eddie und ist auf ihn losgegangen, und die Lehrerin war wütend auf den Jungen, und – ja, es war eben ein ganz schrecklicher Tag. Und die Thermosflasche ist in tausend Stücken. Und all diese dummen und ungerechten Menschen… Aber jetzt ist eine Nacht im Februar. Eine stille und dunkle Nacht. Wie schön, wenn man nach einem so schrecklichen Tag schlafen kann. Alles ist still ...


Der Hauptdarsteller des Stückes, ein Junge, tritt gar nicht in Erscheinung, er schläft. Auf der Bühne, seine Gedanken, die den vergangenen Tag noch einmal durchspielen. Der Junge war im Skilager und musste einen steilen Berg hinunter fahren, und dann ging auch noch die Thermoskanne seines Vaters zu Bruch. Und er wollte ein Buch schreiben. Ein schreckliches Buch für Kinder, das schrecklichste und spannendste Buch, das je für Kinder geschrieben worden ist. Mit Spionen und Mördern und Piraten und Gespenstern, die aus dem Grab kommen und Leute erwürgen, einfach so. Dass sich einem beim Lesen bloß so die Haare sträuben. Aber schon bei der Überschrift ist er gescheitert. Ganz zu schweigen von dem Bild welches sie vom Skiausflug malen sollten.

Jetzt, in der Nacht, treten seine Gedanken auf, geben geheime Gefühle frei, machen Vorwürfe, besänftigen aber auch, gebärden sich manchmal sogar recht lustig. Das Stück ist voller Verständnis für die Freuden, Wünsche, Ängste und Schuldgefühle von Kindern.

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Buch
Staffan Göthe
Regie
Georg Bachmann
Mit